Life/Work Planning
Berufsplanung und Stellensuche mit System
Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Was ist bei L/WP anders gegenüber klassischen Bewerbungen?

Bewerber bekunden Interesse an ausgeschriebenen Stellen, ohne genau zu wissen, wie die Arbeit dort „wirklich“ sein wird. Menschen, die L/WP betreiben, erschließen sich den Arbeitsmarkt genau umgekehrt. Sie informieren sich zunächst systematisch in Gesprächen mit Menschen, die genau das machen, was sie selbst auch gerne tun würden. Sie führen diese Gespräche in einer Branche, für die sie sich wirklich interessieren. 

Mit dieser systematischen Vorgehensweise erhöhen sie Ihre Einstellungschancen erheblich, denn so bearbeiten sie auch den „verborgenen Arbeitsmarkt“. Dies ist entscheidend, denn nach aktuellen Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wird höchstens jede dritte Stelle überhaupt öffentlich ausgeschrieben.

Was ist anders gegenüber einem Praktikum?

Im Praktikum lernen Stellensuchende einen bestimmten Arbeitsplatz oder bestenfalls einen bestimmten Betrieb kennen. Dies ist eine sehr enge Basis für berufliche Entscheidungen. Bei L/WP verschafft man sich systematisch so lange Informationen über eine bestimmte Branche, bis man „mehr als genug“ davon hat, um dann eine fundierte berufliche Entscheidung treffen zu können.

Was ist anders gegenüber einem Karrierecoaching?

L/WP ist ein Selbsthilfe-Verfahren. Es gibt Stellensuchenden Werkzeuge an die Hand, mit denen sie sich ge- genseitig effektiv unterstützen können. Teures professionelles Coaching ist daher in der Regel nicht notwendig.

Wozu brauchen wir überhaupt L/WP?

Nicht alle Menschen brauchen L/WP. Sie sind zufrieden mit ihrem Beruf - und wenn nicht, ändern sie in ganz kurzer Zeit etwas daran und sind dann wieder zufrieden. Es gibt sie tatsächlich, diese "Naturtalente" oder "Glückspilze".  Den meisten Menschen geht es jedoch anders. Denn weder in der Schule noch in der Ausbildung oder während des Studiums wird uns vermittelt, wie wir über unsere beruflichen Ziele denken und sprechen können - so dass wir und andere es auch tatsächlich verstehen. Und uns wurde auch nicht beigebracht, wo und wie wir genau die Informationen bekommen, die wir über den Arbeitsmarkt für UNSERE individuelle Stellensuchen wirklich brauchen. Kein Wunder, dass die meisten Menschen sich immer noch bei Firmen bewerben - sie haben schlichtweg nichts anderes gelernt. Die gute Nachricht: Professionelle Berufsplanung ist erlernbar. Jeder Mensch hat so die Chance, zum echten Experten der eigenen beruflichen Entwicklung zu werden. Auch wenn viele "Bewerbungsprofis" das nicht wahrhaben wollen. Kein Wunder, denn wenn alle Menschen sich selbst um ihre Karriere kümmern können, wären alle teuren "Experten und Berater" arbeitslos. 

Wie funktioniert L/WP?

Schritt 1:  

Ich finde heraus, wie die Stelle konkret aussieht, die wirklich zu mir passt. Dabei geht es um zwei zentrale Fragen:

„WAS genau für Leistungen möchte ich dem Arbeitsmarkt wirklich gerne anbieten?“ „WO (in welche Art Firma, Branche, Umgebung) möchte ich dies gerne tun?“

L/WP bietet hierfür eine gezielte praktische und systematische Vorgehensweise an.

Dann kommt es zur spannenden Frage: „Schön und gut – aber wie komme ich denn in solche Betriebe, die mir so einen passenden Job bieten können?!“ Darum geht es im:

 

Schritt 2: 

 Ich lerne, WIE ich mich systematisch im verborgenen Arbeitsmarkt bewege und dort mein Berufsziel verfolge. Bei der Umsetzung kann ich mich mit anderen L/WPlern gegenseitig unterstützen.

Welche Vorteile bringt L/WP für Stellensuchende?

1. Das Ende des passiven Wartens: L/WP-Absolventen brauchen weder auf Zeitungsanzeigen noch auf Vermittlungsglück zu warten. Jeder legt selbst systematisch mit der eigenen Marketingkampagne los. Eigeninitiative, Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein werden gestärkt.

 

2. Das Ende des „Sich-Verstellen-Müssens“. Anstatt sich zu verbiegen, um vermeintlichen Idealbildern zu entsprechen, sucht man nach der Organisation, für die man „in Ordnung“ ist, so wie man ist.

 

3. Wer gelernt hat, im verborgenen Arbeitsmartkt suchen, hat viel mehr Auswahl und damit viel größere Chancen. Denn zwei Drittel aller Stellen werden in Deutschland niemals öffentlich ausgeschrieben.

Woher kommt L/WP?

In den 60er Jahren prägten die Arbeitsforscher John Crystal und Richard N. Bolles den Begriff "Life/Work Planning" für kreative Stellensuche nach wirklich passender Arbeit.

Weltweit bekannt wurde das Verfahren durch Bolles´Buch „What Color Is Your Parachute“ (deutscher Titel: „Durchstarten zum Traumjob“, Campus-Verlag) Es ist bis heute ist es das weltweit meist verkaufte Buch zum Thema Jobsuche. 

 

In den 90er Jahren brachte John Webb (Schüler und Co-Trainer von R.N. Bolles) das Verfahren nach Deutschland und entwickelte daraus ein Seminarkonzept, dass mittlerweile aus dem Angebot vieler Hochschulen, Schulen, Arbeitsagenturen, kirchlichen und gewerkschaftlichen Einrichtungen und Firmen nicht mehr wegzudenken ist. Dieses Konzept wird von Trainern wie John Webb und Manfred Fock  ständig weiterentwickelt - entscheidend dabei sind immer Erfahrungen, die Teilnehmer in Seminaren mit der Methode machen.

 

Die Geschichte von L/WP reicht jedoch noch viel weiter zurück. Immer dann, wenn zu wenig Stellen ausgeschrieben waren, machten sich Menschen verstärkt Gedanken zum Thema "kreative Stellensuche". Besonders akut waren diese Fragen immer dann, wenn schlagartig war eine große Gruppe von Menschen ihren Job verlor und die Menschen Schwierigkeiten hatten, mit Bewerbungen einen neue Stelle zu bekommen. Solche Situationen gab es bereits während der ersten Weltwirtschaftskrise Anfang des vergangenen Jahrhunderts. 

 

Auch nach dem zweiten Weltkrieg entstand in vielen Ländern eine solche Situation. Viele hoch qualifizierte Menschen aus dem Militärbereich hatten Schwierigkeiten, ihre Fähigkeiten im zivilen Berufsleben einzubringen. John Crystal arbeitete intensiv mit diesen Menschen und fand mit ihnen gemeinsam heraus, wie sie ihre Fähigkeiten und Interessen präzise identifizieren und benennen können, um sich so neue bisher unbekannte Berufsfelder zu erschließen, ohne dafür neue Qualifikationen erwerben zu müssen. 

R.N. Bolles übertrug die Methoden von Crystal gemeinsam mit eigenen Erfahrungen in den 70er Jahren auf Projekte der evangelischen Kirchen in Amerika. Die Kirchen waren aufgrund der rückläufigen Spenden gezwungen eine große Anzahl an Pfarrstellen zu streichen und Pfarrern zu entlassen. Durch die systematisch Arbeit zusammen mit R.N. Bolles gelang es vielen Betroffenen völlig überraschend, im nicht-kirchlichen Sektor eine Arbeit zu finden, die ihren Qualifikationen und Bedürfnissen entsprach - ohne dass sie sich weiterbilden mussten. 

 

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